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SPEAK fordert zur Kieler Woche Seenothilfe für Flüchtlinge
Sie ist das größte Segelsport-Ereignis der Welt und zugleich das größte Sommerfest Nordeuropas: die Kieler Woche. Über 3,5 Millionen Besucher kommen vom 21. bis zum 29. Juni nach Kiel, um Schiffe zu sehen und um zu feiern. Wenn auf der Kieler Woche mehr als 6000 Segler Jollen und Yachten um den Sieg ringen, zeigt sich die Faszination des Meeres.
„Tausende Flüchtlinge erleben aber den Schrecken des Meeres, wenn sie auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben versuchen, in winzigen überfüllten Booten nach Europa zu kommen. Häufig ertrinken oder verdursten sie, viele sterben an Erschöpfung“, sagt Anne Rauhut vom christlichen Netzwerk SPEAK. „Deshalb fordern wir anlässlich der Kieler Woche Deutschland und die EU-Staaten auf: Stoppt das Sterben an den EU-Außengrenzen!“
Der Hintergrund: Deutschland und die anderen EU-Staaten reagieren auf die Schutzsuchenden an den Außengrenzen mit massiver Aufrüstung und Abschreckung. Demütigungen, Misshandlungen und illegale Zurückweisungen an den Grenzen sind inzwischen vielfach dokumentiert. Auch die von der EU gegründete Grenzschutzagentur FRONTEX operiert im Mittelmeer und im Atlantik unter Missachtung der Flüchtlings- und Menschenrechte. Im Jahr 2006 schätzte die spanische Regierung die Zahl der vor den Kanarischen Inseln Ertrunkenen oder Verhungerten auf ca. 6000 Menschen. UNHCR spricht von mindestens 1861 Toten im Jahr 2007.
Anne Rauhut: „Das Mittelmeer und der Atlantik vor den Kanaren sind zu einem riesigen Massengrab geworden“.
SPEAK-Aktivisten verteilten auf der Kieler Woche Flugblätter und mahnten mit einem Transparent zum Handeln. Die Resonanz bei den Passanten war größtenteils positiv. Es gab viele Gespräche mit Besuchern der Kieler Woche.
SPEAK Deutschland ist ein Netzwerk politisch aktiver Christen aus evangelischen Landes- und Freikirchen und Teil einer weltweiten Bewegung, die im Gebet und mit Kampagnen für eine solidarische Gesellschaft eintritt.
Forderungen von SPEAK an die Europäische Union
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